Interviews 

Andreas Tschöpe

Andreas Tschöpe

Andreas Tschöpe (40) kandidiert für den Stadtrat für das Grüne Bündnis. Er wohnt im Breitenrain.
Andreas Tschöpe, was motiviert dich für die Stadtratskandidatur?

Seit mehr als 20 Jahren bin ich in zahlreichen Organisationen und Vereinen aktiv, sowohl beruflich als auch freiwillig. Früher beispielsweise im Umweltverein der Uni, dann als Konsumentenschützer und heute in der Jugendarbeit. Engagement ist meine Leidenschaft!
Was bringst du in den Stadtrat ein?
Meine langjährige Erfahrung. Ich kenne mehrere Themen hautnah. Ein Beispiel: Als Geschäftsleiter des nationalen Jugenddachverbands setze ich Gleichstellung und Vereinbarkeit in meinem Betrieb um. 18 Wochen Mutterschaftsurlaub zu 100% bezahlt, sechs Wochen Vaterschaftsurlaub, Lohntransparenz und vieles mehr. Dies ist alles realisierbar, man muss nur wollen!
Was verbindet dich mit dem Nordquartier?
Als Erstes hörte ich vom Wankdorf, bei den emotionalen Erzählungen meines deutschen Vaters vom Wunder von Bern 1954. Nun schätze ich am Quartier das Schwimmbad und die Pingpongtische der Wylerbadi sowie das kulinarische und kulturelle Angebot im Breitschträff.

Bernhard Eicher

BernhardEicher

Bernhard Eicher (33) ist FDP-Fraktionschef im Berner Stadtrat. Er tritt diesen Herbst auf der FDP-Liste erneut zu den Stadtberner Wahlen an.

Bernhard Eicher, warum kandidierst du im Herbst 2016 erneut für den Stadtrat?
Drei Anliegen sind mir wichtig. Erstens sollen sich alle Menschen frei von ideologischer Bevormundung entfalten können. Zweitens sollen alle Menschen ihrem Lieblingssport nachgehen können. Und drittens sollen sich alle Menschen sicher fühlen. Bern soll frei, fit und sicher sein. Da gibt es noch viel zu tun.

Welchen Mehrwert bringst du im Parlament
Ich bin seit 8 Jahren im Parlament, davon 6 Jahre als Fraktionschef der Freisinnigen. Weiter arbeite ich in der Privatwirtschaft und schliesse bald mein Doktorat ab. Diese Erfahrungen ermöglichen es mir, die vorher genannten Anliegen zielstrebig zu verfolgen. Und schliesslich: Ich spiele in der Politband Fraktionszwang, die brauchen mich noch (lacht).

Wie sieht dein bisher schlimmstes, wie dein bisher schönstes Erlebnis im Stadtrat aus?
Vor einigen Jahren hielt ich eine Rede zu den Problemen der Reitschule. Das frustrierende daran: Die gleiche Rede könnte ich auch heute noch halten,geändert hat sich null, nichts, nada. Mein grösster Erfolg: Das Stadtparlament lehnte 2015 die Einführung einer neuen Steuer zur Tourismusförderung ab. Gemeinsam mit Wirtschaftsvertretern und den anderen bürgerlichen Parteien ist es uns gelungen, dem Gewerbe eine zusätzliche Steuerlast von 1.5 Mio. Franken jährlich zu ersparen. So macht Politik Spass.


 Gast-Editorials 

Melanie Mettler

Melanie Mettler

"Liebe Bernerinnen, liebe Berner
 
itz aber! Ich will mich in die Arbeit stürzen und alle meine Fähigkeiten für meine Heimatstadt einsetzen im Berner Gemeinderat. Schauen Sie sich doch auf www.itzaber.ch an, was ich alles vorhabe.
 
Tragfähige Lösungen statt Polarisierung Ich glaube an die Kraft des Dialogs und bin prädestiniert dazu, verschiedene Stimmen und Anliegen auf Augenhöhe zu erwägen und in einen Austausch miteinander zu bringen.
 
Nachhaltigkeit ermöglicht WiderstandskraftIch glaube ans Potenzial von Bern und an die Widerstandskraft dieser Stadt gegenüber den Herausforderungen der Zukunft. Ich bin begeistert vom innovativen und belebenden Ruck, der durch Bern geht. Dieses Potenzial muss so genutzt werden, dass Bern eine der weltweit lebenswertesten Städte bleibt. Mit diesem Optimismus können wir aktuelle Probleme so anpacken, dass wir nicht künftige Generationen mit unserem Mist belasten.
 
Ich freue mich, Melanie Mettler"

Lukas Meier

Lukas_Meier

Lukas Meier (41) ist SP-Stadtrat. Er tritt diesen Herbst auf der SP-Liste erneut zu den Stadtberner Wahlen an.
 
Ausbau für die Fanarbeit - jetzt erst recht

Hooligans aus mehreren Ländern haben zu Beginn der Fussball-Euro die Schlagzeilen dominiert. Gewisse Bilder waren schockierend. Als Politiker und Angestellter der Fanarbeit Bern fühle ich mich persönlich betroffen. Ich verurteile diese Gewalt aufs Schärfste. Und ich befürchte einen weiteren Imageverlust für viele friedliche Fussballfans – auch hier bei uns in Bern. Gleichzeitig fühle ich mich bestärkt, meine Arbeit weiter zu führen. Es ist wichtig, dass professionelle Fanarbeiter an den Spielen auf junge Menschen zugehen und sie an die Fankurve heran führen. In den allermeisten Fussballstadien sind gewaltbereite Zuschauer glücklicherweise krass in der Minderheit. Lasst uns gemeinsam die friedliche Mehrheit stärken.Ich jedenfalls setze mich auch in Zukunft für die Fussballfans ein. Neben meinem Job auch als Mitglied des Berner Stadtrats: Ich fordere weitere Investitionen in die Prävention und einen Ausbau für die Fanarbeit.

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